Tagträumen

Man gönnt sich eine Tasse Kaffee und schaut gedankenverloren aus dem Fenster. Die Gedanken schweifen ab und man findet sich in einer Traumlandschaft wieder. Man denkt an die Liebe, an Geschehnisse aus der Vergangenheit, an die Zukunft und/oder macht sich Gedanken über seinen Alltag. Mal sind die Träume fantasievoller und mal sind sie eher realitätsbezogen. Das hängt ganz von der Vorstellungskraft des Träumenden ab. Wissenschaftlichen Studien zufolge befinden wir uns ca. 50 % der Wachzeit in einen tagträumerischen Zustand, in dem unsere Gedanken umherschweifen. Was Tagträume genau sind und warum sie auftreten, erfahren Sie im Folgenden.

Inhaltsverzeichnis

Was sind Tagträume?

Tagträume sind Träume, die im Wachzustand auftreten und dessen Handlung man selbst aktiv bestimmen kann. Mit anderen Worten sind es bildliche Fantasien, die wir bei vollem Bewusstsein erleben. In diesem Moment wenden Sie Ihre volle Aufmerksamkeit den Gedanken zu und entfernen uns von der Realität. Sie vernachlässigen Umwelteinflüsse wie Lärm und Licht sowie zu erledigende Aufgaben und konzentrieren sich voll und ganz auf sich selbst. Es ist eine Möglichkeit abzuschalten und sich in eine heile Welt zu flüchten. Sie malen sich die Welt in allen Farben aus und stellen sich z.B. vor wie Sie am Strand liegen, wie Sie eine schwierige Aufgabe aus dem Alltag lösen oder wie Sie alte Bekannte wiedertreffen. Das Themenspektrum ist nahezu unbegrenzt und auch der Realitätsgrad unterscheidet sich von Traum zu Traum. Wenn Sie unterbewusst etwas beschäftigt, kommt es in Form eines Tagtraums wieder ins Bewusstsein.

Wann treten Tagträume auf?

Psychologisch gesehen handelt es sich bei Tagträumen um eine sogenannte Bewusstseinserweiterung, die auftritt, wenn Sie entweder zu wenig ausgelastet sind, überfordert sind oder Sie nach langer konzentrierter Arbeit abschalten wollen. Bei Überforderung schaltet das Gehirn ab und braucht eine Pause. Sie sind dann nicht mehr so aufnahmefähig und können sich nur noch schlecht konzentrieren. Um Ihrem Gehirn eine Pause zu gönnen ist es wichtig seine Gedanken auch mal schweifen zu lassen und sich auf den Tagtraum einzulassen. Auch bei Unterforderung kreisen die Gedanken und man beschäftigt sich z.B. mit zukünftigen Ereignissen, Zielen, die man sich gesetzt hat oder Entscheidungen, die man in naher Zukunft treffen muss. In diesem Fall sind Tagträume produktiv, da man Unterbewusstes und Verdrängtes wieder ins Bewusstsein ruft und sich damit aktiv beschäftigt.

Fazit

Tagträumen ist nicht wie oft angenommen etwas Negatives oder ein Anzeichen von Faulheit. Es gibt gute Gründe dafür es manchmal zu tun. Es hilft dabei abzuschalten und kann sogar die Kreativität fördern. Die Träumenden bauen sich Ihren eigenen Gedankenpalast auf und flüchten sich in eine heile Welt, die ihrer Fantasie entspringt. Dies ist insbesondere bei Kindern der Fall. Doch es können auch realistische Tagträume sein, die sich mit Alltagsdingen beschäftigen. Tagträume können vorkommen, wenn man entweder zu wenig oder zu viel Beschäftigung hat. In jedem Fall schweifen die Gedanken ab und man konzentriert sich eher auf sich selbst als auf seine Umwelt. Es ist gut mal seine Gedanken schweifen zu lassen. Geschieht dies allerdings zu oft sollte ein Arzt aufgesucht werden, da es sich um eine psychische Belastung handeln kann.

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