Ayurverdische Küche

Der Geruch von Zimt und Ingwer steigt Ihnen in die Nase. Sie bereiten ein ausgewogenes, gesundes Essen vor und sorgen mit den richtigen Gewürzen für die ordentliche Portion Pepp. Sie lieben die Kultur Indiens und probieren gerne etwas Orientalisches aus. Wie wäre es mit der ayurvedischen Ernährung? Bei der ayurvedischen Küche geht es darum, für jeden individuellen Typ eine abgestimmte Ernährungsweise zu erzielen. Wie diese genau aussieht und welche Typen es gibt, erfahren Sie im Folgenden.

Inhaltsverzeichnis

Definition Ayurvedische Ernährung

Ayurveda ist in der indischen Medizin verankert und umfasst ein komplettes Ernährungsprogramm. Die Heilkunde Ayurveda ist mehr als 5000 Jahre alt und bedeutet „Wissen vom Leben.“ Die ayurvedische Ernährung ist das Zusammenspiel aus Ernährungstherapie und Kreativität. Es fördert die Entschlackung und Entgiftung im Körper. Mit ein paar Handgriffen zaubern Sie aromatische und gesunde Gerichte. Die Speisen sind ausgewogen, individuell angepasst und tragen zur Gesundheit des Doshas, derjenige der die Speisen verzehrt, bei. Nicht nur körperliche sondern auch psychische Gesundheit wird durch auyurvedische Ernährung gefördert. Körperliches Wohlbefinden geht mit Entspannung und psychischer Ausgeglichenheit einher. Eine große Rolle in der ayurvedischen Küche spielen Gewürze, da sie von den Indern als göttliche Nahrungsmittel angesehen werden. Darunter sind Nelken, Kurkuma, Ingwer, Kardamom, Koriander, Kreuzkümmel, Muskat, Pfeffer, Safran und Zimt. In der Regel unterscheidet man drei Typen von Doshas: Vata, Pitta und Kapha. Vata besteht aus den Elementen Luft und Raum und gilt als Lebensenergie. Kapha besteht aus Erde und Wasser und ist für die Struktur des Körpers, für sein Wachstum und die Gelenkigkeit verantwortlich. Pitta aus Feuer und Wasser gebildet, steuert Prozesse wie die Verdauung. Ein Ungleichgewicht eines dieser dreien Typen führt zu Erkrankungen und Unwohlsein. Die Störungen der einzelnen Typen sind auf Übersäuerung im Körper, ungesunder Nahrung und körperliche und geistige Belastungen wie z.B. Stress, Leistungssport etc. zurückzuführen. Folgen sind Nervosität, Blähungen, Müdigkeit und Übelkeit. Je nach Typ gibt es eine individuelle Ernährung. Diese wird im Folgenden vorgestellt.

Ernährung bei Vata Typen

Wenn Sie eine Störung des Vata Typs haben, frieren Sie leicht und haben einen empfindlichen Darm. Deshalb kommt es auf eine leichte, warme Kost an. Das sind u.a. Gemüseeintöpfe mit Reis oder Hafer, sämige Cremesuppen und etwas warme Milch mit Muskat. Sie sollten unbedingt auf schwer verdauliche Nahrung wie Hülsenfrüchte, Kohl, Pilze etc. und kalte Speisen und Getränke zu verzichten. Nutzen Sie ausgiebig Gewürze wie Anis, Zimt und Ingwer.

Ernährung bei Pitta Typen

Wenn Sie eine Störung des Pitta Typs haben, entsteht zu viel Hitze im Körper durch zu hohe psychische Belastungen oder den übermäßigen Verzehr von sauren Speisen wie Zitrusfrüchte, Milchprodukte, Fleisch und Alkohol. Deshalb ist es oberste Priorität auf saure Speisen zu verzichten wie z.B. Zitrusfrüchte. Stattdessen können Sie beispielsweise knackiges Gemüse mit Rohkostsäften kombinieren um eine gesunde Vitamin- und Nährstoffbasis zu bekommen. Als Gewürze empfehlen es sich Zimt, Koriander, Fenchel, Safran und Dill. Verzichten Sie lieber auf scharfe Gewürze wie Chili, Meerettich und Knoblauch, da sie das Verdauungssystem nur weiter reizen.

Ernährung bei Kapha Typen

Wenn Sie unter einer Kapha Störung leiden, dann liegt dies an einem ungesunden Lebensstil und zu viel süßer und fettiger Nahrung. Sie fühlen sich einfach nur träge und schwer. Es ist ratsam seinen Lebensstil komplett umzustellen und u.a. Entspannungs-und Kräftigungsübungen wie Yoga und Bewegung im Freien in Betracht zu ziehen. Auch eine ausgewogene, gesunde Ernährung ist bedeutend. Greifen Sie zu Obst und Gemüse und Gewürzen wie Krukuma, Koriander, Kreuzkümmel, Methi und Knoblauch um den Stoffwechsel anzukurbeln.

Vor- und Nachteile der ayurvedischen Ernährung

Ein guter Aspekt der ayurvedischen Ernährung ist die Veränderung der Einstellung zum Essen. Man geht bewusster an das Thema Ernährung heran und ernährt sich gesünder. Ayurveda setzt auf frisch zubereitete Lebensmittel und wenig Fleisch. Das ist viel gesünder als Fertiggerichte zu essen und liefert wertvolle Mineralien und Ballaststoffe. Bereiten Sie feurige Suppen statt Tütchensuppen zu. Ein Problem der ayurvedischen Ernährung ist, dass durch das Kochen viele Nährstoffe wie Enzyme, Vitamine und Mineralstoffe verloren gehen. Auch der Aspekt der ultimativen Gesundheit wird von der Wissenschaft nicht gestützt. Außerdem ist die Einteilung in die drei Typen Kapha, Pita und Vata problematisch. Oftmals ist es schwer zu bestimmen welcher Typ man ist und es kommt zu Mischformen. Eine Kategorisierung ist demnach nicht unbedingt zielführend.

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