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Umluft vs. Ober-/Unterhitze

Die meisten Backöfen bieten mehrere Standard-Einstellungsmodi: Oberhitze, Unterhitze, Ober-/Unterhitze und Umluft. Unter Hobbyköchen ist es umstritten, welcher Modus der eine Wahre ist. Das Backen ist vielseitig und auch die richtige Ofeneinstellung bestimmt den Erfolg. Dabei muss man sich gar nicht für einen Modus entscheiden, sondern kann die Vorzüge der einzelnen Modi zu seinem eigenen Vorteil nutzen – je nachdem welche Speise(n) im Backofen zubereitet werden soll(en). Mit ein paar einfachen Tipps und Tricks lernen Sie welche Ofeneinstellung zu welchem Gebäck passt und was die Unterschiede zwischen den einzelnen Modi sind. Probieren Sie unterschiedliche Rezepte aus und finden Sie für sich die passenden Einstellungen.

Inhaltsverzeichnis

Oberhitze

Symbol auf Backofen: Balken oben

Bei der Oberhitze werden im Backofen lediglich die oberen Heizelemente aufgeheizt. Aufgrund dessen bekommt besonders der obere Bereich des Backofens viel Wärme ab und das Gericht wird besonders von oben gegart.

Unterhitze

Symbol auf Backofen: Balken unten

Bei der Unterhitze ist es genau andersrum. Hier werden lediglich die unteren Heizelemente im Backofen aufgeheizt. Dadurch steigt die Hitze von unten nach oben – somit wird der untere Bereich intensiver erhitzt und die Speise von unten gegart.

Ober-/Unterhitze

Symbol auf Backofen: Balken unten und oben

Bei der Ober-/Unterhitze werden die Heizelemente oben und unten im Backofen erhitzt. Die Hitze im Ofen kommt so von unten und oben an die Speise heran. Die Ober-/Unterhitze ist die populärste Backofen-Einstellung. Bei diesem Modus wird die Speise gleichmäßig gegart. So bekommen Sie saftige Kuchen wie z.B. Muffins, Cupcakes, Biskuit- und Tortenböden. Sie sollten den Backofen auf jeden Fall vorheizen bevor Sie die Kuchen hineinschieben. Das jeweilige Rezept bestimmt die ideale Backdauer.

Nachteil: Es kann nur eine Speise im Backofen zubereitet werden, da die Hitze nur von oben und unten an die Speise herankommt und nicht im Backofen verteilt wird. Bei der Umluft hingegen können mehrere Speisen gleichzeitig zubereitet werden. So können Sie gleich größere Mengen für Ihre Gäste backen und unterschiedliche Rezepte ausprobieren.

Umluft

Symbol auf Backofen: Ventilator

Bei der Umluft werden die Heizelemente oben und unten im Backofen erhitzt und es kommt zusätzlich noch ein Ventilator zum Einsatz, der die erhitzte Luft gleichmäßig im Backofen verteilt. Das Backen mit Umluft bietet einige Vorteile. Zum einen ist es wirtschaftlicher und sorgt für einen geringeren Stromverbrauch als bei der Ober- und Unterhitze. Umluft bietet auch den großen Vorteil, dass mehrere Speisen gleichzeitig im Backofen gegart werden können, da die Hitze alle Bereiche erreicht. Außerdem kann bei der Umluft-Einstellung mit einer niedrigeren Temperatur gegart werden. Dazu können Sie mit einem einfachen Rechentrick Ober- und Unterhitze in Umluft umrechnen, um auf die gewünschte Temperatur zu kommen. Ziehen Sie einfach nur 20°C ab und bei einer Temperatur von 200°C Ober- und Unterhitze bekommen Sie 180°C Umluft. Meistens entfällt das lästige Vorheizen bei der Umluft. Es eignet sich z.B. gut zum Backen von knusprigen Keksen mit Schokolade und Pizza.

Der Nachteil von Umluft: Speisen trocknen schneller aus – Umluft entzieht dem Gargut Feuchtigkeit und so kann z.B. ein Kuchen zu schnell trocken werden.


Weiterer Modus: Erwähnenswert ist noch, dass es neben Umluft auch die Einstellung Heißluft gibt. Bei der Heißluft kommt ein Ringheizkörper zum Einsatz, durch welchen erhitzte Luft in den Backofen geblasen wird und der für eine optimale Wärmeverteilung sorgt. Heißluft eignet sich besonders gut zum Backen von Brot und weiteren knusprigen Gebäcken.

Fazit

Es kommt immer darauf an, welche Backofen-Einstellung Sie bevorzugen und welches Gericht zubereitet wird. Wir schlagen Folgendes vor: Wenn Sie nur ein Gericht zubereiten möchten, ist der Ober-/Unterhitze-Modus gut geeignet. Wenn Sie mehrere Speisen (z.B. 3 Pizzen gleichzeitig) zubereiten möchten, empfiehlt sich die Umluft-Einstellung. Möchten Sie eine besonders knusprige Kruste (z.B. auf Gratins oder Broten) empfiehlt es sich, in den letzten Minuten der Backzeit nur die Oberhitze oder wenn Ihr Backofen diese Funktion beinhaltet, Umluft + Oberhitze einzuschalten. Möchten Sie einen besonders knusprigen Boden, schalten Sie in den letzten Minuten der Backzeit die Unterhitze ein. Oder auch hier Umluft + Unterhitze, wenn Ihr Backofen diese Einstellung beinhaltet.

Grundsätzlich ist zu sagen: Bei den meisten Rezepten wird Ober-/Unterhitze angegeben. Sie können dann aber auch die Umluft-Einstellung verwenden. Ziehen Sie einfach 20 Grad ab und backen Sie die Speise wie im Rezept beschrieben. Beispiel: Ober-/Unterhitze 200°C à Umluft 180°C. Mit diesem neuen Know-how wird das Backen zum Kinderspiel und Sie bekommen saftige Kuchen, knusprige Brote und leckere Gratins ganz einfach hin.

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  • gute Tipps

    ich habe noch nie Oberhitze oder Unterhitze einzelnd verwendet...werde ich beim nächsten Auflauf mal ausprobieren ;)