Allgemein

Die Franzosen gaben ihm seinen Namen. In der Normandie findet man die Hochburg des Cidre. Dort werden aus mehr als 700 Apfelsorten Cidre hergestellt. So hat jede Sorte seinen eigenen Geschmack. Mancher ist süßlich, andere können leicht bitter sein oder herb. Aber nicht nur die Franzosen genießen ihn, auch in England stellt man ihn her. Hier nennt man ihn Cider und schätzt ihn sehr. In Spanien kennt man ihn als Cidra und wir Deutschen nennen ihn als Eppelwoi (Apfelwein/ Apfelschaumwein). Doch bei so viel Ähnlichkeit gibt es auch einen großen Unterschied. Der richtige Cidre (der Französische) wird aus Äpfeln gewonnen, die erst nach dem ersten Frost geerntet werden. Das ist viel später als in anderen Ländern. Auch sind die Apfelsorten die in Frankreich benutzt werden recht stickstoffarm und so dauert die Gärung mit der Hefe viel länger. Ganze 3 Monate braucht er zur Gärung bevor er trinkfertig ist. Die Cidre- Sorten haben alle einen unterschiedlich hohen Alkoholgehalt, er kann von 2%  bis zu 7 % Alkohol liegen. Auch sein Kohlensäuregehalt ist genauso unterschiedlich wie sein Geschmack. Man genießt ihn pur, als Schorle mit Wasser oder mit Eiswürfeln. Besonders lecker ist er aber auch in der Winterzeit. Dann gibt man noch Zucker, Zimt und Gewürznelken, ähnlich wie bei Glühwein, dazu und genießt ihn heiß als Punsch. Da Cidre die Verdauung anregt, sollte man ihn nicht in Übermaße genießen.

Herkunft

Herkunft

Deutschland, Großbritannien, Frankreich, Spanien

Einkauf

Einkauf

Man kann Cidre in fast jedem Supermarkt kaufen. Um zu wissen aus welchem Land er kommt muss man auf das Etikett schauen. Man unterscheidet den eher süßlichen Cidre doux von dem herben Cidre brut. Letzterer hat einen höheren Alkoholgehalt.

Reife/ Saison

Reife/ Saison

Cidre kann man ganzjährig im Handel kaufen. Den französischen Cidre von der letzten Ernte bekommt man dann immer 3 Monate nach dem ersten Frost. So lange benötigt er dann zur Gärung.

Lagerung/ Aufbewahrung

Lagerung/ Aufbewahrung

Man lagert Cidre vor dem Genuss kühl. Sein Aroma entfaltet er besonders gut bei 10 bis 12 Grad Celsius. Hat man mehrere Flaschen gekauft, so sollten diese nicht über 18 Grad gelagert werden. Geöffnete Flaschen sollten recht bald geleert werden. Geschlossen hält er sich aber viele Monate.

Nährstoffe

Nährstoffe

Vitamin B, C in sehr geringen Mengen

Genius-Küchentipp: 

Cidre ist auch ein toller Begleiter zu Fisch oder Schweinefleisch. Auch als Aromageber in Suppen und Soßen ist er zu empfehlen. Man kann ihn auch recht einfach selbst herstellen. Für ca. 4 Liter benötigt man ca. 10 kg Äpfel nach Wahl (am besten verschiedene Sorten), 500 g Zucker und 1 g Weinhefe ( im Internet zu bekommen). Die Äpfel entsaften (ohne Kerngehäuse) und in ein sehr sauberen Gärbehälter geben. Diese Behälter kann man leicht im Internet finden und bestellen. Man sollte immer etwas Platz zum Rand oben lassen, da bei der Gärung Schaum entsteht. Nun gibt man den Zucker hinzu und rührt alles mit einem sterilen Löffel gut um. Die Weinhefe löst man in etwas warmen Wasser auf und gibt sie dann hinzu. Jetzt kann man den Gärbehälter (mit Hilfe des Gärverschlusses) verschließen sodass kein Sauerstoff mehr hineinkommt. So lagert man den Cidre bei unter 21 Grad und dunkel für ca. 4 Wochen ein. Dazu eignet sich der Keller sehr gut. Wenn sich im Gärröhrchen keine Blasen mehr bilden, dann ist er fertig. Beim Abfüllen sollte man darauf achten, dass nichts vom trüben Grund mit in die sterilen Flaschen kommt. Anschließend den Cidre gut verschlossen und gekühlt lagern.

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