Die Schlafkrankheit Narkolepsie

Sie werden müde und die Augen werden schwer. Es fällt Ihnen immer schwerer Ihrem gegenüber zu folgen. Sie fahren Auto und die Monotonie der Strecke macht Ihnen zu schaffen. Sie fangen an kontinuierlich zu gähnen und reiben sich die Augen. Was ist normale Müdigkeit und was ist bereits eine Narkolepsie? Eine Narkolepsie ist eine seltene neurologische Störung, die Fehlfunktionen des Schlaf-Wach-Rhythmus betrifft. Dies führt zu chronischer Müdigkeit und Einschlafattacken tagsüber auch in unpassenden Situationen. So können Autofahrten gefährlich werden und die Arbeit und das Privatleben eingeschränkt werden. Darunter leidet die Lebensqualität. Mehr zu den Symptomen und den Krankheitsablauf erfahren Sie im Folgenden.

Inhaltsverzeichnis

Biologische Grundlagen und Ursachen

Die Ursachen der Narkolepsie sind vielfältig. Eine gängige Theorie besagt, dass bei Betroffenen der biochemische Stoff Hypocretin (Orexin) in der Gehirnflüssigkeit fehlt. Dieser Neurotransmitter führt dazu, dass im zentralen Nervensystem der Energiehaushalt und der Schlaf-Wach-Rhythmus reguliert werden. Dieser Stoff wird im Hypothalamus, einem Teil des Zwischenhirns gebildet. Falls Sie unter Narkolepsie leiden haben Sie keine Angst, dass Ihre Kinder auch unter der Krankheit leiden werden. Die Wahrscheinlichkeit ein gesundes Kind zu bekommen ist genauso groß wie bei gesunden Menschen. Es wird vermutet, dass Umwelteinflüsse (Unfälle, Infektionen, Impfungen etc.) sowie Autoimmunerkrankungen, bei denen sich das Immunsystem selbst angreift, eine Rolle spielen könnten. Die genauen Ursachen sind aber noch ungeklärt.

 

Symptome

Die folgende Liste gibt einen Überblick über die spezifischen und unspezifischen Symptome der Narkolepsie. Oft fällt es Ärzten schwer wegen den untypischen Symptomen eine Diagnose zu stellen, sodass die Schlafkrankheit manchmal erst nach Jahren diagnostiziert wird:

  • Tagesschläfrigkeit
  • Unfähigkeit sich beim Einschlafen zu bewegen
  • Kein Ansprechen auf Schlafmittel
  • Gestörter Nachtschlaf
  • Halluzinationen
  • Psychische Belastungen wie Selbstzweifel
  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Gereiztheit
  • Motivationslosigkeit

 

Behandlung

Es gibt medikamentöse als auch nichtmedikamentöse Behandlungsmöglichkeiten. Hierbei geht es nicht um Heilung, sondern lediglich um Linderung der Symptome. Gegen die Tagesschläfrigkeit werden oft sogenannte Stimulanzien eingesetzt, da sie die Wachphasen fördern. Besonders geläufig sind die zwei Wirkstoffe Modafinil und Methyphenidat. Ein weiterer Therapieansatz beschäftigt sich mit dem Immunsystem. Es wird angenommen, dass das Immunsystem das Hypocretin angreift und zerstört. Deshalb wird der Versuch gestartet das Immunsystem anders zu konditionieren um der Narkolepsie entgegenzuwirken. Zur nichtmedikamentösen Behandlung zählt die Verhaltenstherapie. Hierbei werden Bewältigungsstrategien erarbeitet um die Krankheit erträglicher zu machen und Belastungen zu vermeiden. Dazu gehört z.B. ein Schlafprotokoll zu führen, um für sich den besten Moment zum Schlafen zu finden, Nickerchen einzuplanen um tagsüber erholter zu sein und Sport zu machen gegen die Monotonie.

 

Ist die Krankheit heilbar?

Narkolepsie ist nicht heilbar. Mithilfe einer Therapie versucht man allerdings die Symptome weitestgehend einzuschränken. Einen Einfluss auf die Lebenserwartung hat die Krankheit nach heutigem Forschungsstand nicht.

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