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Hefe vermehren

Wollen Sie aus einer Hefe mehr machen, so ist es nur zu ihrem Vorteil. Denn vor allem in Krisenzeiten, wo Hefe zu einer Rarität wird, können Sie handeln und aus einer Hefe mehrere Hefen selber machen. Ebenso gibt es die Möglichkeit, Hefe schon von Beginn an selbst herzustellen. Doch auch dies erfordert Arbeit und Zeit. Es bietet sich an, Hefe zu vermehren, um diese einzufrieren und bei spontanen Ideen einzusetzen. Wichtig: Vermehrte und im Anschluss eingefrorene Hefe dauert in der Zubereitung viel länger, aber es lohnt sich!

Inhaltsverzeichnis

1. Wie vermehre ich Hefe?

Zum Vermehren von Hefe gibt es unterschiedliche Varianten. Es kommt nur darauf an, ob man Hefe selbst anzüchten möchte und diese dann auf diese Weise vermehrt oder, ob man aus einem bereits bestehendem Hefewürfel, Mehrere macht.

Variante 1: Herkömmliche Hefewürfel vermehren

Dafür benötigen Sie:

  • 1 Würfel frische Hefe
  • 100 ml warmes Wasser
  • 16 g Zucker
  • 100 g Mehl

Zubereitung: 
Die Hefe in das warme Wasser bröseln und so lange verrühren, bis sie sich vollständig aufgelöst hat. Anschließend den Zucker hinzufügen, weiter rühren und zuletzt das Mehl unterrühren. Die homogene Masse dann für ca. 20 Minuten abgedeckt an einem warmen Ort gehen lassen, bis sie sich verdreifacht hat. Nach der Gehzeit die Masse in kleine Eiswürfelbehälter füllen und einfrieren. Der Prozess des Einfüllens sollte schnell ablaufen, da die Hefe sich weiter im aufgehenden Vorgang befindet. Aus diesem Rezept lassen sich bis zu 14 weitere Hefewürfel herstellen.

Variante 2: Hefe selbst züchten

Dafür benötigen Sie:

  • 500 ml Wasser
  • Datteln oder anderes ungeschwefeltes Trockenobst (Rosinen, getrocknete Feigen, Weintrauben, Apfel)
  • 1 TL Zucker/Honig
  • Schraubglas (als Vermehrungsort)

Zubereitung:
Um die Hefe keimfrei züchten zu können, ist es wichtig mit sterilen Gläsern zu arbeiten. Dazu das Glas einfach mit kochendem Wasser durchspülen.
Danach das Trockenobst auf Gläser verteilen, jeweils den Zucker/Honig dazugeben und mit dem Wasser übergießen. Anschließend die Gläser leicht verschließen, aber so, dass die Gase, welche bei der Hefebildung entstehen, entweichen können. Der Deckel kann auch durch ein mit Gummi befestigtes Tuch ersetzt werden.
Damit die Hefe sich auch entsprechend bilden kann, sollte das Gemisch an einem warmen, aber nicht sonnigen Ort stehen. Die Temperatur sollte zwischen 25 und 30°C liegen. Damit weiterer Druck entweichen kann, sollten Sie das Glas mindestens einmal am Tag öffnen. Bereits nach 2-3 Tagen sollten Sie auch schon den ersten Prozess der Gärung anhand von Bläschen erkennen können. Bei dieser Zucht zählt Ihre Beobachtung. In den nächsten 7 Tagen werden Sie eine vergrößerte Bläschenbildung sehen, sowie eine Trübung des Wassers. Sehen Sie einen Rückgang der Bläschen, so ist der Gärprozess beendet und die selbstgemachte Hefe ist einsatzbereit.
Dabei zählt nun die Anwendung. Denn ist die Hefe gerade frisch angesetzt worden, so ist sie nicht völlig funktionsbereit, weshalb mehr Hefewasser für weniger Mehl benötigt wird. Das bedeutet: Für ca. 500 Gramm Mehl wird 200 bis 250 ml frisches Hefewasser benötigt. Sollte das Hefewasser schon länger gegärt sein, so lässt sich die Menge des Hefewassers auch halbieren. Auch hier lässt sich die Hefe optimal vermehren, denn sobald die Hefe teilweise verbraucht ist, lässt sich das Glas ideal mit Wasser und 1 TL Zucker weiter auffüllen. Anschließend sollte die Hefe wieder an einem warmen Ort abgestellt werden, um erneut zu reifen.

2. Was kann ich mit vermehrter Hefe machen?

Mit vermehrter Hefe kann man genau so viel machen, wie mit „normaler“ gekaufter Hefe.
Damit lassen sich genau so gut unterschiedliche Gebäcksorten herstellen – zwar wird (je nachdem) mehr Hefe gefordert, doch letztendlich kommt man zum gleichen End-Ergebnis. Ein Vorteil der vermehrten und selbstgemachten Hefe ist, dass der Geschmack nach Hefe/der Gärung nicht so stark vorhanden ist, wie bei gekaufter Hefe.

3. Lagerung

Vermehrte Hefe sollte nicht länger als 5-6 Monate im Eisfach gelagert werden.

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