Brandschutz im Haushalt

Jedes Jahr entstehen über 200.000 Brände in Deutschland – ein Großteil davon ereignet sich in Privathaushalten. Viele Menschen sind sich den Brandrisiken im Haushalt nicht bewusst. Schon Kleinigkeiten und Unachtsamkeiten können hier zu einem verheerenden Brand führen. Oftmals kommen schwerwiegende Fehler durch Fehlverhalten beim Löschen hinzu. Wir möchten Ihnen in diesem Beitrag zeigen, wie Sie vorbeugend Brandschutz leisten können und wie Sie reagieren, wenn es doch einmal zum Brand kommt.

Inhaltsverzeichnis

Feuer im Haushalt – Entstehung und Risiken

Feuer entsteht durch drei bestimmte Dinge: Einer Zündquelle, Luft und einem brennbaren Stoff. Diese drei Faktoren des sogenannten Verbrennungsdreiecks führen allein betrachtet noch nicht zu einem Feuer, alle drei Stoffe müssen nämlich räumlich und zeitlich zusammentreffen. Zudem muss das richtige Verhältnis zwischen diesen drei Stoffen bestehen, damit ein Feuer entfacht. Trifft dies alles zu, kann es zu einem verheerenden Feuer kommen. In Haushalten entstehen Brände meist durch Elektrizität, Überhitzung und menschlichem Fehlverhalten.

Mögliche Gefahrenquellen befinden sich im ganzen Haus. Elektrische Geräte, offenes Feuer und die Küche stellen mögliche Brandherde dar. Elektrische Geräte können schnell überhitzen oder bei fahrlässigem Umgang zu einem Brand führen. Offenes Feuer im Haus, wie z.B. Kamine, Adventskränze oder Zigaretten, wird oftmals unterschätzt – hier kann es zu Bränden kommen, in dem leicht brennbare Flüssigkeiten, wie z.B. Reinigungsmitteln oder brennbare Stoffe, wie z.B. Zeitungen, Papier, Zeitschriften entzündet werden. Zudem kann menschliches Fehlverhalten mit offenen Feuerquellen zu einer Entflammung von Materialen in der Umgebung führen. Auch in der Küche lauern Gefahren. Zwar ist hier die Hitze am Herd notwendig, doch kann dieser schnell zur Brandquelle werden. Öle und Fette können Feuer fangen und die Küche in Brand setzen.

Vorbeugende Maßnahmen zum Brandschutz

Damit Sie erst gar nicht in die Lage kommen, einen Brand in Ihrem Haus melden zu müssen, können Sie bestimmte Vorkehrungen treffen.

Verlassen Sie die Küche nie, wenn der Herd eingeschaltet ist. Es kann viel zu schnell passieren, dass sich Öle und Fette in der Pfanne oder im Topf entzünden und so die Küche in Brand stecken. Sollten Sie die Küche verlassen müssen, weil es an der Tür klingelt o.ä., schalten Sie den Herd aus und stellen Sie sicher, dass sich niemand an dem noch heißen Herd verbrennen kann.

Überprüfen Sie vor dem Verlassen der Wohnung alle Elektrogeräte und offenen Feuerstellen. Schalten Sie alles aus, was sich als Feuerquelle identifizieren lässt.

Reinigen Sie regelmäßig mögliche Brandherde in Ihrem Haus. Dazu gehören Lüftungsgitter von Heizungsanlagen, Kühlschränken, Mikrowellen, Waschmaschinen usw. Hier sammelt sich schnell Staub an, der durch Überhitzung entzündet werden kann. Auch Steckdosen sollten regelmäßig gereinigt werden. Die Reinigung dieser Geräte ist nicht schwierig. Sie können mit einem entsprechenden Aufsatz für Ihren Staubsauger alle Lüftungsgitter erreichen und hinter Elektrogeräten saugen. Auch Steckdosen können Sie einfach absaugen und so den Staub entfernen.

Sollten Sie offenes Feuer in Ihrer Wohnung haben, wie beispielsweise eine Kerze oder ein Kamin, sollten Sie unbedingt sicherstellen, dass herumliegende Materialien kein Feuer fangen. Dies kann leicht durch einen Luftstoß passieren. Stellen Sie eine Kerze an einer sicheren Stelle auf, an der sie stabil und weit weg von entflammbaren Materialen steht. Achten Sie auch auf die Unterlage – Kerzen sollten in einem Kerzenglas angezündet werden, nicht bloß auf dem Tisch oder auf Zeitungspapier.

Ziehen Sie Elektrogeräte aus der Steckdose, wenn Sie diese nicht nutzen. Sie sollten diese nicht aus Gemütlichkeit in der Steckdose stecken lassen und so einen Kurzschluss riskieren. Ebenso sollten Elektrogeräte ausreichend Abstand zu der Wand haben, um nicht zu überhitzen und atmen zu können.

Zu guter Letzt sollten Sie es nicht umgehen, Rauchwarnmelder im Haus anzubringen. Rauchwarnmelder können Sie rechtzeitig warnen, sollte es doch einmal zu einem Feuer in Ihrem Haus kommen. Kontrollieren Sie die Rauchwarnmelder daher regelmäßig, indem Sie auf den Knopf drücken und das Piepsen abwarten.

Ruhe bewahren – Feuer richtig löschen

Sollte es doch einmal dazu kommen und einen Brand in Ihrem Haus geben, sollten Sie Ruhe bewahren! Hektik und Panik bringen hier keinem etwas und erhöhen die Gefahr zur Verletzung nur noch mehr.

Je nachdem welche Art des Brandes vorliegt und welche Größe das Feuer hat, sollten Sie entscheiden, ob Sie das Feuer selbst löschen können. Handelt es sich bspw. um einen Fettbrand in der Küche, können Sie mit einem dafür vorgesehenen Löschspray oder durch Aufsetzen des Deckels das kleine Feuer löschen. Sobald das Feuer größere Ausmaße hat, rufen Sie sofort die 112 an und retten sich aus dem Haus auf die Straße, um dort die Feuerwehr zu empfangen. Ist die Feuerwehr vor Ort, lassen Sie die Feuerwehr ihre Arbeit machen. Ggf. können Sie die Feuerwehr mit Informationen zum Gebäude unterstützen, anschließend machen Sie Platz und gehen auf sicheren Abstand.

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