Schlafen neben dem Smartphone

Abends noch schnell die Nachrichten checken und ab in die Ladestation mit dem Handy um sich per Wecker APP mit der Wunschmelodie sanft aus dem Reich der Träume holen zu lassen. Das Handy hat mittlerweile auch den letzten Winkel unseres Lebens erobert – den Schlafplatz. Ob dies ratsam ist, soll der folgende Artikel zeigen..

Inhaltsverzeichnis

Strahlung und elektromagnetische Wellen

Um Daten und Sprache von A nach B zu transportieren, nutzen Handys hochfrequente elektromagnetische Funkwellen. Diese werden umgangssprachlich als „Handystrahlung“ bezeichnet, obwohl es sich dabei nicht wirklich um Strahlung handelt.

Bisherige Standards sind:

  • GSM: 900 und 1.800 MHz
  • UMTS: 1.900 bis 2.170 MHz
  • LTE: 800 und 2.600 MHz

Am Ausbau des neuen 5G Netzes wird allerdings bereits gearbeitet. Und genau dieses neue Netz steht unter dem Verdacht, mit hochfrequenten Wellen besonders schädlich zu sein. Immer häufiger sieht man wohl auch deswegen, dass vor allem junge Leute das Handy nicht mehr an den Kopf halten, sondern die Freisprechfunktion nutzen um die direkte Belastung am Kopf so gering wie möglich zu halten. Die „Strahlung“ tritt allerdings nicht nur beim direkten Telefonat auf. Vielmehr sind auch Werte messbar, wenn das Handy passiv herumliegt, dabei aber Nachrichten empfängt oder versucht sich in ein Netz oder WLAN einzuloggen. Je schwächer das Netz – desto höher der Energieverbrauch des Smartphones, desto höher die Belastung durch elektromagnetische Wellen. Durch das Anschließen des Ladegeräts werden die Funkwellen des Smartphones noch um dessen elektromagnetische Strahlung ergänzt.

Wie kann man sich schützen?

Der einfachste Schutz wäre natürlich, das Handy aus dem Schlafzimmer zu verbannen. Doch Vorsicht – auch der gute, alte Radiowecker sendet elektromagnetische Wellen aus. Grundsätzlich sollten alle Elektrogeräte mit gebührendem Abstand vom Bett ihren Platz finden. Beim Bundesamt für Strahlenschutz lassen sich die SAR Werte verschiedener Mobiltelefone vergleichen. So lässt sich bereits vor dem Kauf beurteilen, welches Gerät die meiste Belastung mit sich bringt. Grundsätzlich sei gesagt, jeder Zentimeter zählt. Die Belastung durch elektromagnetische Wellen nimmt mit jedem Zentimeter Abstand zum Kopf weiter ab. Die Nutzung der Freisprecheinrichtung oder eines Headsets sind bereits ein wirkungsvoller Schutz, um die Belastung im alltäglichen Gebrauch möglichst gering zu halten. Platzieren Sie ihr Smartphone nur so nah wie nötig, aber so entfernt wie möglich am Bett. Wenn das Smartphone unbedingt am Bett auch geladen werden muss, kann eine Zeitschaltuhr dabei helfen, die Belastung auf so wenige Stunden wie nötig zu reduzieren. Abstand bleibt aber nach wie vor der beste Schutz.

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