Wie wir schlafen: Schlaftypen

Viele von uns, müssen gar nicht darüber nachdenken, sondern legen sich gleich nach dem zu Bett gehen in Ihre liebste Wohlfühlposition. Andere wechseln Ihre Position von Nacht zu Nacht oder auch mehrmals während des Schlafens. Wir schauen uns die Schlaftypen einmal genau an.

Inhaltsverzeichnis

Welcher Schlaftyp bin ich?

Mit Schlaftyp bezeichnet man die Position, in der man liegt. Rund die Hälfte aller Menschen schlafen beispielsweise vorrangig auf der Seite.

  • Der Seitenschläfer: Der Seitenschläfer fühlt sich am wohlsten, wenn er auf der Seite schläft. Hin und wieder wechselt er die Position: Manchmal schläft er auch auf dem Rücken oder seltener auch auf dem Bauch. Im Tiefschlaf liegt dieser Typ aber stets auf der Seite. Ein Kopfkissen ist für ihn nahezu unverzichtbar.
  • Der Rückenschläfer: Menschen, die auf dem Rücken schlafen, wachen oftmals genauso auf, wie sie beim Einschlafen gelegen haben. Sie bewegen sich im Schlaf also eher wenig. Schlafforscher halten die Rückenlage für die gesündeste Schlafposition: Das Körpergewicht ist gleichmäßig verteilt, die Wirbelsäule wird – bei geeigneter Schlafunterlage – optimal entlastet und der Nacken ist gerade ausgerichtet.
  • Der Bauchschläfer: Schlafen Sie auf dem Bauch? Dann nutzen Sie wahrscheinlich kein Kissen. Bauchschläfer wechseln die Schlaflage häufiger. Nur knapp 15 % schlafen in der Bauchlage. Und die wenigsten Bauchschläfer bleiben die ganze Nacht über auf dem Bauch liegen.
  • Der Wechsler (Mischschläfer): Was zunächst einmal etwas unruhig und wenig erholsam klingt, ist ein gesunder Mittelweg. Denn nur durch regelmäßiges Wechseln der Schlafposition können sich die Muskeln entspannen und die Wirbelsäule erholen.

Warum ist der Schlaftyp wichtig?

Welcher Schlaftyp sind Sie? Sie können diese Frage gleich beantworten? Umso besser! Sie wechseln die Liegeposition häufig? Auch gut! Aber warum ist es so wichtig, seinen Schlaftyp zu kennen? Manchmal wundern wir uns nach dem Aufwachen, weil wir zwar lange genug geschlafen haben, uns aber dennoch nicht wirklich fit fühlen. Wir sind müde und kommen nur schwer aus dem Bett. Ob wir erholsam schlafen, hängt tatsächlich auch von der Schlafposition ab. Viele Menschen klagen nach dem Aufstehen über Schmerzen und Verspannungen und sind nicht ausgeruht. Eine mögliche Ursache: Die Schlafunterlage passt nicht zu dem Schlaftyp und zur Körperform. Der Körper kann im Schlaf nicht entspannen und deshalb fühlen wir uns gerädert.  Beim Kauf der Schlafunterlage – egal ob Matratze, Boxspringbett, Topper oder Schlafliege – ist der Schlaftyp deshalb mitentscheidend. Für alle Schlaftypen gilt: Die Wirbelsäule sollte in ihrer natürlichen Form (s-förmig) unterstützt werden, damit Sie entspannen können und erholsam schlafen.

Was braucht mein Schlaftyp?

Welche Anforderungen der jeweilige Schlaftyp an seine Schlafunterlage hat und worauf man selbst achten kann, sehen Sie hier zusammengefasst:

Der Seitenschläfer

  • Kissen: Erforderlich! Schläft der Seitenschläfer auf seinem Arm, ist das ein Zeichen dafür, dass das vorhandene Kissen zu flach ist. Man gleicht die Unebenheit unbewusst mit dem Arm aus. Besser: Ein Kissen in der passenden Höhe. Es sollte nicht zu weich sein.
  • Anforderung an die Schlafunterlage: Dieser Schlaftyp benötigt eine Unterstützung der Körpermitte. Hier ist der Schwerpunkt des Körpers.Sinkt dieser zu tief ein oder wird dieser überdehnt, kommt es zu einer Liegeposition, in der die Wirbelsäule nicht natürlich ausgerichtet ist. Ein nicht weniger wichtiger Punkt ist die Unterstützung der Schulterzone.
  • Worauf kann ich achten? Die Hals- und Schulterpartie müssen so aufeinander abgestimmt sein, dass ein seitliches Überstrecken bzw. ein Einknicken der Halswirbelsäule vermieden wird. Die Schlafunterlage muss die Wirbelsäule in ihrer natürlichen Form unterstützen, d.h. an den Auflagepunkten (Schulter, Hüfte, Knie) sollte sie entsprechend des Körpers (Gewicht, Größe, Statur) nachgeben, ohne, dass Druckstellen entstehen.Eine punktelastische Unterlage ist ideal für diesen Schlaftyp – erst recht, wenn die Beine zusätzlich zur Seitenlage angewinkelt werden.

Der Rückenschläfer

  • Kissen: In der Rückenlage ist es wichtig, dass der Kopf ergonomisch ausgerichtet ist, d.h. der Hals liegt in Verlängerung der Wirbelsäule. Ein Stützkissen für den Nacken ist sinnvoll, wenn die Höhe individuell angepasst werden kann.
  • Anforderung an die Schlafunterlage: Der Rückenschläfer braucht eine Unterstützung im Lendenwirbelbereich. Eine Schlafunterlage sollte stützen, aber nicht zu fest sein.
  • Worauf kann ich achten? Der Hals sollte weder überstreckt, noch gestaucht sein. Wählen Sie eine geeignete Kissenhöhe. Das Becken sollte nicht durchhängen.

Der Bauchschläfer

  • Kissen: Sehr flach! Im besten Fall lässt sich die Kissenhöhe individuell anpassen.
  • Anforderung an die Schlafunterlage: Die Schlafunterlage sollte fester sein, als bei allen anderen Schlaftypen.
  • Worauf kann ich achten? Ist das Kissen zu hoch, kann es zu Verspannungen kommen. Achten Sie darauf, dass die Wirbelsäule nicht durchhängt (kein Hohlkreuz). Sinken Sie zu tief ein, sind Sie in Ihrer Bewegung eingeschränkt. Sorgen Sie mit einer geeigneten Schlafunterlage für Entlastung und vermeiden Sie ein Hohlkreuz.

Der Wechsler (Mischschläfer)

  • Kissen: Das Kissen des Mischschläfers ist im Idealfall schnell anpassungsfähig.
  • Anforderung an die Schlafunterlage: Die Schlafunterlage sollte nicht nur für einen bestimmten Schlaftyp ausgerichtet sein.
  • Worauf kann ich achten? Ständiger Ausgleich von Schulter- und Kopfbereich. Stützende und druckentlastende Schlafunterlage wählen.

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