Intervallfasten

Intervallfasten auch intermittierendes Fasten genannt, geht auf den griechischen Arzt Hippokrates zurück. Beim Intervallfasten verzichtet man für längere Zeit (entweder Stunden oder Tage) auf bestimmte Lebensmittel. Es gibt verschiedene Formen des Intervallfastens. Die bekanntesten sind die 16: 8 Methode, die 5:2 Methode und das alternierende Fasten. Daneben gibt es noch eine leichte Form des Fastens nämlich das Dinner Cancelling. Was diese Fastenformen ausmacht erfahren Sie im Folgenden.

Inhaltsverzeichnis

Wie funktioniert Intervallfasten?

Sie essen längere Zeit über nichts und Ihr Magen beginnt zu knurren. Sie beruhigen ihn mit Wasser, ungesüßtem Tee, oder klarer Gemüsebrühe. Während der Essensphasen essen Sie gesund und nehmen viele Ballaststoffe und gute Kohlenhydrate zu sich. Sie verzichten auf fettige Speisen, Fertiggerichte und viel Zucker. Sie fühlen sich federleicht und sind stolz auf Ihre Disziplin. So in etwa läuft Intervallfasten ab.

Bei der 16:8 Methode essen Sie 16 Stunden am Stück nichts und in den restlichen acht Stunden ernähren Sie sich wie gewohnt. Ob Sie das Frühstück oder das Abendessen weglassen ist dabei egal. Für viele Menschen ist es ideal von ca. 18.00-10.00 Uhr zu fasten. Bei der 5: 2 Methode schrauben Sie die Kalorienzufuhr an zwei Tagen auf ein Minimum (500 kcal bei Frauen und 600 kcal bei Männern) herunter. Die Fastentage müssen dabei nicht aufeinander folgen. Das Gute hierbei ist, dass Sie nicht komplett auf Nahrung verzichten müssen. Die restlichen Tage ernähren Sie sich wie gewohnt. Beim alternierenden Fasten wird alle zwei Tage gefastet. An diesen Tagen wird nur 25% der sonst aufgenommenen Energiemenge zu sich genommen. Schließlich geht es beim Dinner Cancelling darum an zwei bis drei Tagen in der Woche auf das Abendessen zu verzichten. So entsteht eine Pause von 14h, in denen Sie keine Nahrung zu sich nehmen. Welche dieser Fastenformen am besten für Sie ist, finden Sie nur durch Ausprobieren heraus. Als Einstieg könnte man mit dem Dinner Cancelling beginnen, da die Zeitspanne des Fastens in der Schlafenszeit liegt und dadurch leicht einzuhalten ist.

Was passiert eigentlich mit dem Körper beim Fasten? Nach etwa 12-14 Stunden beginnen Regenerations-, Heilungs- und Reinigungsprozesse im Körper. Auch der Stoffwechsel und die Fettverbrennung werden angekurbelt. Studien haben belegt, dass das Intervallfasten die Lebenserwartung erhöht und die Wahrscheinlichkeit von Krankheiten wie Diabetes, Herzerkrankungen und Krebs senkt. Wenn das Intervallfasten konsequent und über einen längeren Zeitraum angewendet wird, purzeln die Pfunde und man fühlt sich allgemein besser und gesünder. Intervallfasten hat also positive Effekte auf den Körper und die Psyche.

Was darf ich während der Diät essen?

Es gibt keinen festen Ernährungsplan und Vorschriften was man essen darf und was nicht. Insgesamt ist es gut proteinreich zu essen wie z.B. Fisch, Huhn, Ei, Milchprodukte, Tofu, Gemüse, Obst etc. Ein möglicher Wochenablauf könnte so aussehen:

Frühstück:
  • Tag 1 Obstsalat
  • Tag 2 Basisches Müsli
  • Tag 3 Gemüse-Smoothie
  • Tag 4 Trockenfrüchte-Müsli
  • Tag 5 Porridge
  • Tag 6 Rohkost mit Nüssen
  • Tag 7 Avocado-Smoothie
Mittagessen: 
  • Tag 1 Griechischer Salat
  • Tag 2 Salat mit Sprossen und Kürbis
  • Tag 3 Auberginenlasagne
  • Tag 4 Gurkensalat
  • Tag 5 Salat mit Champignons
  • Tag 6 Salat aus Dreierlei Bohnen
  • Tag 7 Schichtsalat 
Abendessen:
  • Tag 1 Minestrone
  • Tag 2 Buchweizen-Pfannkuchen
  • Tag 3 Kartoffel-Kräuter-Salat
  • Tag 4 Ofengemüse mit Zitrone
  • Tag 5 Gefüllte Zucchini
  • Tag 6 Süßkartoffel-Fries mit Avocado
  • Tag 7 Indische Linsensuppe

Was darf ich während der Diät nicht essen?

Beim Intervallfasten muss auf wenig verzichtet werden. Verzichten Sie auf Fertiggerichte, raffinierten Zucker und Süßungsmittel. Sie sollten darauf achten nicht zu viel und nicht zu spät zu essen. Ansonsten gibt es keine weiteren Vorgaben zur Ernährung.

Kann ich mit dem Intervallfasten erfolgreich abnehmen?

Intervallfasten ist keine kurze Diät, sondern sollte als langfristige Ernährungsumstellung verstanden werden. Wie das prominente Beispiel von Dr. Eckart von Hirschhausen zeigt, ist die Diät sehr effektiv. Er schaffte es in nur drei Monaten zehn Kilogramm zu verlieren. Obwohl es etwas Zeit braucht um den Verzicht von Essen zu akzeptieren, ist diese Art des Fastens eine gesunde Methode um abzunehmen. Man muss in den Essensphasen auf fast nichts verzichten und wenn man darauf achtet, dass man weniger Kalorien zuführt als man verbraucht kann man ganz leicht abnehmen. Diese Diätform ist für jeden ideal geeignet, der lieber auf die Uhr schaut anstatt Kalorien zu zählen. Intervallfasten sollte allerdings immer vorher mit einem Arzt abgeklärt werden, da es sich um eine komplette Ernährungsumstellung handelt.

Fazit

Aufgrund fehlender Datenlage kann man nicht genau sagen ob das Intervallfasten tatsächlich eine Verbesserung des Glucosestoffwechsels hervorruft. Im Prinzip unterscheidet sich Intervallfasten in seiner Wirkung nur geringfügig von anderen Diäten. Außerdem haben die meisten Formen des Intervallfastens keine festen Ernährungsvorgaben. Das macht es schwierig die eigene Ernährung auf eine gesunde Ernährung umzustellen. Nichtsdestotrotz ist es grundsätzlich nicht schlecht mal auf Nahrung zu verzichten. Besonders abends vor dem Schlafengehen fühlen Sie sich leicht und erleichtern dem Körper zur Ruhe zu kommen.

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