Barfen, Nass- oder Trockenfutter

Seit einigen Jahren steigt immer mehr das Bewusstsein der Menschen für die Ernährung des eigenen Haustiers, insbesondere die des Hundes. In diesem Artikel zeigen wir die Vor- und Nachteile jeder der drei Fütterungsarten auf, damit Sie eine Grundlage zum Entscheiden haben, was das Beste für Ihren Vierbeiner ist.

Inhaltsverzeichnis

Barfen

„Biologisch artgerechte Rohfütterung“ oder kurz Barf, beschreibt die Fütterung mit rohem unverarbeitetem Fleisch und Gemüse. Die Philosophie dahinter: Diese Form der Hundeernährung soll an die ursprüngliche Ernährung des Wolfes anknüpfen und besonders natürlich und artgerecht sein. Ob Barfen wirklich gesünder für den Hund ist, konnte wissenschaftlich noch nicht belegt werden.

  • Vorteile Barfen: Da beim Barfen die Zusammenstellung der Mahlzeit durch den Besitzer erfolgt, kann man ganz individuell auf die Bedürfnisse des eigenen Hundes eingehen und Veränderung des Hundes (Größe, Alter, Aktivität) direkt bei der Zubereitung der Mahlzeiten berücksichtigen. Außerdem erfolgt eine genauere Qualitätsprüfung der einzelnen Inhaltsstoffe des Futters.
  • Nachteile Barfen: In der Eigenmischung des Futters liegt aber auch das Problem. Es wird einiges an Wissen für die optimale Nährstoffzusammenstellung des Futters benötigt. Die Gefahr besteht, dass es zu einer Über- bzw. Unterversorgung bestimmter Nährstoffe bei falscher Fütterung kommt. Des Weiteren sollte kein rohes Geflügelfleisch wegen erhöhter Salmonellengefahr verfüttert werden. Beim Auftauen können sich auch nicht ganz abgetötete Bakterien vermehren. Zudem findet man in Schweinefleisch den Aujeszky Virus, der bei Hund und Katze zu Gehirn und Rückenmarksentzündungen führen kann, obwohl er für den Menschen völlig ungefährlich ist. Außerdem muss mit einem erhöhten Zeitaufwand bei der Zubereitung gerechnet werden.

Nassfutter

  • Vorteile Nassfutter: Für Hunde, die wenig trinken bietet Nassfutter eine gute Grundlage, denn es besteht zu ca. 70% aus Flüssigkeit. Auch bei wählerischen Essern kommt Nassfutter meist besser an als Trockenfutter, da es einen intensiveren Geschmack bietet. Nassfutter eignet sich oft auch gut für kleine Hunderassen, da lange Haltbarkeit gewährt, gleichzeitig werden die Zutaten aufgespalten, was eine einfachere Verdauung der Nahrung ermöglicht.
  • Nachteile Nassfutter: Vor dem Kauf eines Produkts sollten Sie gründlich die Inhaltsstoffe prüfen, da die Qualität stark zwischen den Herstellern schwanken kann. Eine häufige Beschwerde der Käufer ist die kurze Haltbarkeit des Futters nach dem Öffnen der Dose und auch der damit verbundene Geruch stört manche Hundehalter. Ein weiterer Nachteil ist der Verpackungsmüll, der mit den Dosen aufkommt.

Trockenfutter

  • Vorteile Trockenfutter: Einer der größten Vorteile des Trockenfutters ist die einfache Lagerung. Besonders wenn man seinen Hund mit auf Reisen nimmt ist Trockenfutter die einfachste und sauberste Lösung. Im Vergleich zu Nassfutter weist Trockenfutter einen höheren Nährstoffgehalt auf kleinerem Raum auf. Das heißt man kann kleinere Portionen füttern. Außerdem können die festen Brocken den Hund zu vermehrtem kauen anregen, die Größe der Futterbrocken kann nach Bedarf des Hundes passend gekauft werden.
  • Nachteile Trockenfutter: Bei Trockenfutter sollte man besonders auf die Deklaration des Herstellers achten, da diese Futtersorte oft einen enorm hohen Anteil an Kohlenhydraten aufweist, was schnell zu Übergewicht führen kann. Durch die gepresste Form lassen sich keine Rückschlüsse auf die Qualität der verarbeiteten Zutaten ziehen. Des Weiteren ist eine mangelnde Flüssigkeitszufuhr problematisch. Sie sollten in jedem Fall darauf achten, dass Ihr Hund ausreichend trinkt nachdem er gegessen hat. Hunde die lebenslang mit Trockenfutter ernährt werden, haben eine besondere Tendenz ein Nierenleiden zu bekommen. Durch den hohen Anteil an Füllstoffen ohne Nährwert tendieren Trockenfutterhunde auch dazu, mehrere, größere Portionen Kot auszuscheiden.

Fazit

Die Auswahl an verschiedenen Arten der Fütterung ist groß und die Auswahl der einzelnen Sorten umso größer. Man kann nicht pauschal sagen, was das beste Futter für Ihren Hund ist. Jedes der 3 Sorten hat bestimmte Vor- und Nachteile und es kommt ganz auf die Bedürfnisse Ihres Hundes und die persönlichen Präferenzen an.

Möchte man die volle Kontrolle über das, was ins Futter kommt haben, ist Barfen wahrscheinlich die beste Lösung. Zuvor aber bitte genau über die Zusammenstellung der Zutaten für Ihren Hund informieren, damit keine Mangelerscheinungen auftreten. Im Idealfall sucht man das Gespräch mit einem Hundeernährungsberater, um sich einen Nährstoffplan erstellen zu lassen. Möchte man es ein bisschen einfacher, aber dennoch schmackhaft und saftig für den Hund haben, so nimmt am besten das Nassfutter. Oder soll es ganz praktisch und sauber sein? Dann ist wahrscheinlich Trockenfutter die beste Wahl. Es kann in kleinen Portionen verfüttert werden und die Lagerung ist am einfachsten. Was aber mit Abstand am wichtigsten ist, egal für welche Form Sie sich entscheiden, ist zu prüfen was genau im Futter enthalten ist und ob Ihr Hund das angebotene Futter mag und vor allem verträgt.
Es ist auch oft nicht teurer ein hochwertigeres Hundefutter zu kaufen, da durch den höheren Nährwert weniger gefüttert werden muss als vergleichsweise Produkte die zwar günstiger sind aber mehr Füllstoffe beinhalten. Günstig bedeutet allerdings nicht gleich schlechte Qualität. Vergleichen Sie günstige und teure Futtersorten auf Herz und Nieren und entscheiden Sie dann, was für Ihren Vierbeiner und Sie die beste Wahl ist.

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