Vegane Ernährung Hund/Katze

Der Trend zur rein pflanzlichen Ernährung beim Menschen steigt stetig. Einigen veganen Tierhaltern stellt sich zwangsläufig auch die Frage, ob Sie ihren Hund oder Katze auch vegan ernähren sollten. Ob diese Idee aber artgerecht und vertretbar ist, ist eine andere Frage. Wir wollen mit diesem Beitrag eine Hilfestellung bei dieser Frage geben.

Inhaltsverzeichnis

Vegane Ernährung bei Hunden

Bei der Frage, ob man seinen Hund komplett pflanzlich ernähren kann und sollte, spalten sich die Meinungen. Die einen meinen, es geht ohne Probleme, die anderen wettern dagegen und sprechen teilweise von Tiermisshandlung.
In den letzten Jahren sind dadurch zahlreiche Studien und Doktorarbeiten zusammengekommen. Aber auch unter Experten spalten sich die Meinungen. Theoretisch ist es möglich Hunde vegetarisch oder vegan zu ernähren, es ist aber mit höchster Vorsicht zu betrachten. Die eigene Zusammenstellung des Futters Bedarf ein hohes Maß an Wissen und Zeit. Außerdem sollten Sie in jedem Fall Ihr Vorhaben mit einem Tierarzt besprechen und sich intensiv beraten lassen. Des Weiteren bieten tiermedizinische Fakultäten oft individuelle Ernährungspläne für Hunde an.Sie sollten bedenken, dass jeder Hund anders ist und es auch rassetechnisch Unterschiede im Nahrungsverhalten gibt.

Nur weil es bei einem Hund klappt, muss es nicht für Ihren Hund der richtige Weg sein. Im Vordergrund sollte immer und allein das Wohl des Tieres stehen, nicht die eigenen Gewohnheiten und Präferenzen. Betrachtet man das Thema von einem evolutionären Standpunkt, ist es recht eindeutig: Der Hund unterscheidet sich genetisch um 0,2% von einem Wolf, und dieser frisst hauptsächlich Fleisch und nur notgedrungen auch Früchte und andere Lebensmittel. Es spricht nichts dagegen, dem Hund ab und an ein vegetarisches Menü zu servieren. Es sollte jedoch hauptsächlich bei der Ernährung mit Fleisch bleiben, da es die natürliche Nahrung des Wolfes und des Hundes ist und bleiben sollte, damit Ihr Vierbeiner bestens mit allen Nährstoffen versorgt ist.

Vegane Ernährung bei Katzen

Bei Katzen ist der allgemeine Standpunkt schon klarer. Man muss ganz klar zwischen Hund und Katze differenzieren, wenn es um Nahrung geht. Während Hunde pflanzliche Proteine noch einigermaßen gut verwerten können, sieht das bei Katzen schon anders aus. Sie sind auf tierische Eiweiße angewiesen und auf z.B. Taurin und Vitamin A. Es muss bedacht werden, dass Hunde schon viel länger Ihr Leben mit dem Menschen teilen und sich teilweise angepasst haben. Katzen hingegen wurden erst später domestiziert und auch dann noch für die Mäusejagd genutzt.

Man kann also sagen, dass vegetarische und vegane Ernährung bei Katzen nicht zu empfehlen ist und nicht im Interesse des Tieres ist. Wer Bedenken bei der Haltung der Schlachttiere hat, könnte beispielsweise auf Barfen (Ernährung mit rohem Fleisch) zurückgreifen und/oder ökologisch einwandfreies Fleisch aus fairer Haltung beziehen.

Fazit

Die vegetarische oder vegane Ernährungsweise bei Hund und Katze ist kein einfaches Thema. Sollten Sie eine pflanzliche Ernährung bei Ihrem Hund in Erwägung ziehen, informieren Sie sich bitte gründlich über die Bedürfnisse in Bezug auf Nähstoffe, Vitamine etc. Und besprechen Sie Ihr Vorhaben in jedem Fall vorher mit einem Tiermediziner.

Die pflanzliche Ernährung in Bezug auf Katzen ist absolut nicht zu empfehlen, da es zu schweren Mangelerscheinungen und Folgeschäden kommen kann, wie z.B. Erblinden oder Herz-Muskel-Schwäche. Katzen sind schlicht weg nicht dafür gemacht sich pflanzlich zu ernähren und es sollte auch nicht erzwungen werden, zum Wohl des Tieres.

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