Grippewelle - so schützen Sie sich

Jeder Mensch hat schon einmal im Leben die Grippe durchmachen müssen und weiß, wie mühsam sich diese ziehen kann. Doch man kann mit einfachen Mitteln, selbst im Haushalt und Büro, das Risiko senken und es vermeiden, sich mit diesem Virus anzustecken.

Inhaltsverzeichnis

Unterschied Erkältung und Grippe

Eine Erkältung und die Grippe werden gerne mal verwechselt. Sobald die Nase läuft, der Hals kratzt und wir husten müssen, wird hier von einer Erkältung gesprochen. Die Erkältung wird von Ärzten auch als „grippaler Infekt“ bezeichnet. Daher wird immer vorschnell von einer Grippe gesprochen. Die Grippe oder auch Influenza genannt, bricht meistens mit hohem Fieber, Husten und starken Gliederschmerzen aus.

Vorbeugende Maßnahmen / Auslöser

Ausgelöst werden diese Krankheiten meist durch Viren. Mehr als 200 verschiedene Typen kommen dabei in Betracht. Dazu zählen u.a. Rhinoviren, aber auch Corona, Adeno- und Respiratory-Syntical-Vieren. Grippe kann beim Sprechen, Niesen oder direktem Kontakt übertragen werden. Die Symptome wie Husten, Schnupfen Heiserkeit und Halsschmerzen heilen meistens von selbst aus. Bei der echten Grippe (Influenza) hingegen, kann es auch zu lebensgefährlichen Komplikationen kommen. Jährlich sterben hierzulande mehrere Tausend, meist alte und kranke Menschen, daran.

Vorbeugende Maßnahmen:

  • Gründlich Händewaschen
  • Begrüßungen ohne Händedruck
  • Abwehrkräfte durch Spaziergänge stärken
  • Büro lüften um die Virenkonzentration zu senken
  • Viele Vitamine zu sich nehmen
  • Heiltees unterstützen das Immunsystem
  • Tastatur regelmäßig reinigen
  • Büro nicht überheizen
  • Eine Grippeimpfung zur Resistenzsteigerung
  • Meetings durch Telefonkonferenzen ersetzen
  • Gemeinschaftsküche vermeiden
  • Home Office als letzter Ausweg (wenn möglich)

Reinigung / Tipps für Zuhause

Wo Menschen zusammenleben, können sich Krankheitserreger leicht verbreiten. Durch einfache Hygienemaßnahmen lässt sich die Zahl der Krankheitserreger Zuhause allerdings leicht eindämmen.

Man sollte gründlich, mindestens 1x die Woche, feucht putzen und vorher Staubsaugen nicht vergessen! Dabei benutzen sie einfach ihre normalen Haushaltsreiniger. Gehen sie am besten nach einem System vor, damit sie nicht einen Raum vergessen und dann ein zweites Mal Hand anlegen dürfen. Verwenden Sie für Küche sowie für Bad und Toilette getrennte Putzlappen. Lassen Sie die Putztücher luftig aufgehängt und auch Utensilien wie einen Mopp nach Gebrauch schnell trocknen, da sich Bakterien in feuchter Umgebung besonders gut vermehren. Putzlappen sollten Sie häufig wechseln und bei mindestens 60°C waschen.

Die Wäsche sollte richtig gewaschen werden. Spül- und Putzlappen sollten auf mindestens 60°C gewaschen werden. Für normale Kleidung reichen in der Regel die normalen Waschtemperaturen. Ein zusätzlicher Hygienespüler ist kein Muss, aber kann zusätzlich verwendet werden.

Regelmäßiges Lüften der Räume ist sehr wichtig. Frische Luft ist wichtig für das Immunsystem und die Gesundheit sowie für die Leistungsfähigkeit und das gesamte Wohlbefinden. In geschlossenen Räumen kann die Anzahl von Krankheitserregern in der Raumluft steigen. Regelmäßiges Lüften verringert die Zahl erregerhaltiger feinster Tröpfchen in der Luft und senkt damit das Ansteckungsrisiko in Räumen, in denen sich Erkrankte aufhalten. Auch in der Heizsaison sollten Sie nicht auf richtiges Lüften verzichten. Hierfür empfiehlt sich regelmäßiges Stoßlüften. Öffnen Sie mehrmals täglich für einige Minuten weit die Fenster, um gut durchzulüften.

Diese Dinge sollte man unbedingt nach einer Erkältung / Grippe reinigen:

Fernbedienung - Wer krank ist, liegt oft auf dem Sofa und zappt durch verschiedene Fernsehkanäle. Dadurch gelangen die Krankheitskeime auf unsere Fernbedienung. Wisch diese am besten nach einer Krankheit mit einem Desinfektionstuch ab und sonst im Alltag etwa einmal die Woche.

Handy, Tablet und Co. - Schnell nochmal etwas zu essen bestellt, weil man sich zu schlapp fühlt, selbst zu kochen – schon sind die krank machenden Viren und Bakterien auch auf Handys, Tablets oder auf der Computertastatur. Hier nutzt man am besten ein Mikrofasertuch, um das Display oder die Oberfläche zu reinigen. Alternativ geht auch ein feuchtes Brillenputztuch. Bei Handy und Co gilt: Auch die Rückseite des Geräts sollte mit einem trockenen Tuch gereinigt werden.

Türklinken und Lichtschalter - Im Grunde sind unsere Hände unsere größten Keimschleudern: Mit ihnen fassen wir alles an, ohne groß darüber nachzudenken. Wir machen die Schlafzimmertür zu, damit wir bei pochenden Kopfschmerzen unsere Ruhe haben und löschen dann noch das Licht. Trotzdem vergessen viele, Türklinken und Lichtschalter nach einer Erkrankung gründlich mit einem Desinfektionstuch zu reinigen. Und riskieren so nicht nur, dass sie wieder krank werden, sondern auch, dass sich andere anstecken.

Mülleimer - Bei einer Erkältung werden wir oft von Schnupfen geplagt und verbrauchen tonnenweise Taschentücher, die dann zusammengeknüllt im Mülleimer landen (Tipp: Hausmittel gegen Erkältung und Hausmittel gegen Husten helfen dabei, Beschwerden schnell loszuwerden). Wenn der Beutel voll ist, wird er entsorgt – und direkt ein neuer in den Mülleimer gesteckt. Dabei sollte auch dieser ordentlich desinfiziert werden, weil viele Keime beim Entfernen des Müllbeutels am Eimer hängenbleiben.

Textilien - Viren und Bakterien sind ungemein resistent – sie werden oft erst bei einem Waschgang von mindestens 60, besser noch 90 Grad abgetötet. Daher gehören alle Textilen, mit denen du Kontakt hattest, nach einer Erkrankung in die Waschmaschine. Hält beispielsweise eine Erkältung länger an sollten Bettzeug, Schlafanzug, Handtücher und Co. jede Woche gewechselt werden.

Zahnbürsten und Zahnputzbecher - Aus dem Mund in den Mund: Beim Zähneputzen gelangen Viren und Bakterien auf die Zahnbürste und direkt zurück in den Mund, wenn wir die Zähne das nächste Mal putzen. Deshalb sollten der Zahnputzbecher in der Spülmaschine gereinigt und die Zahnbürste (oder bei elektrischen Geräten der Zahnbürstenkopf) nach einer Erkrankung ausgetauscht werden.

Wischtücher und Lappen - Wenn die ganze Wohnung nach der Putz-Kur glänzt, sollten benutzte Wischtücher und Lappen am besten direkt entsorgt werden. Zwar ist es durchaus möglich, sie auszukochen und wiederzuverwenden, aber der Aufwand ist meist größer, als einfach neue zu kaufen.

So werden sie schnell wieder gesund

Allgemein hilft es, wenn Sie sich und ihrem Körper einfach mal etwas Ruhe gönnen. Also legen sie sich ins Bett oder ruhen sie auf der Couch. Ein optimales Raumklima von 20°C und regelmäßiges Lüften (etwa einmal pro Stunde) sind sinnvoll. Sollten die Beschwerden langsam nachlassen, sollten sie trotzdem die nächsten Tage ruhig angehen lassen, um einen Rückfall zu vermeiden.

Nehmen sie viel Flüssigkeit in Form von Tees und warmer Hühnersuppe zu sich.  Das Cystein (ein Eiweiß) was sich in einer selbstgemachten Hühnersuppe befindet, wirkt entzündungshemmend. Auch andere Stoffe in der Suppe, wie Zink, sollten sich positiv auf ihre Genesung auswirken. Heiße Tees, wie Kamille, wirken entzündungshemmend, Lindenblüten- und Holunderblüte sind schweißtreibend und Ingwertee soll Schmerzen lindern. Man sollte mehrmals am Tag eine Tasse Tee aufbrühen. Falls sie keinen Tee mögen, versuchen sie es mit einer heißen Zitrone – sie schmeckt angenehm und wirkt wärmend von Innen.

Gegen Fieber helfen gerne mal kalte Wadenwickel. Tränken Sie hierfür ein Tuch aus Leinen oder Baumwolle in zimmerwarmes Wasser (ca. 20°C). Wickeln Sie das Tuch nun um ihre Waden und legen sie darüber ein trockenes Tuch. Nach ca. 15 min nehmen sie diese wieder ab. Aber Achtung! Sollten sie bereits frieren oder kalte Hände und Füße haben, verzichten sie lieber auf diese Methode.

Bei Husten und Halsschmerzen können Ihnen folgende Hausmittel schnell Abhilfe verschaffen:

  • Gurgeln mit Kamillentee, Salbeitee oder einer Salzlösung (letztere gibt es zum Beispiel in der Apotheke zu kaufen)
  • ein warmer Kartoffelwickel um den Hals (bei Halsschmerzen kann auch ein kalter Quarkwickel helfen)
  • heißer Tee oder Husten-Bonbons (befeuchten die Schleimhäute in Hals und Rachen)
  • ein bis zwei Teelöffel Zwiebelsirup oder -saft (mehrmals über den Tag verteilt)
Zwiebelsirup können Sie ganz leicht selbst herstellen: Hierfür eine Zwiebel in kleine Würfel schneiden und in ein Gefäß mit Deckel füllen. Jetzt ein bis zwei Esslöffel Honig oder Zucker dazugeben und das Gefäß schließen. Nach einigen Stunden hat sich Zwiebelsirup gebildet. Der hilft übrigens nicht nur bei Halsschmerzen und Husten – auch bei Schnupfen zählt er zu den bekannten Hausmitteln. Hierzu ebenfalls einige Teelöffel über den Tag verteilt einnehmen.

Eine laufende Nase kann vor allem nachts eine lästige Angelegenheit sein. Hierbei hilft meist eine Dampfinhalation. Diese können Sie mit Kamille oder ätherischen Ölen durchführen. Ebenfalls können Sie hier auch eine Kochsalzlösung verwenden. Menschen mit Asthma sollten allerdings lieber auf die Öle verzichten! Um nachts das Schlafen zu erleichtern, kann eine leicht erhöhte Liegeposition sinnvoll sein. Zusätzlich haben sich heißer Tee und ein gutes Raumklima als hilfreich und wohltuend erwiesen.
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