Wäsche waschen - der Natur zu Liebe umweltbewusst

Umweltfreundlich zu waschen ist schwierig bis kaum möglich. Allerdings können Sie darauf achten, umweltbewusst zu waschen. Welche Waschmittel dazu geeignet sind, wie Sie Ihre Waschmaschine auf umweltbewusst schalten und umweltfreundlich säubern, verraten wir Ihnen hier.

Inhaltsverzeichnis

Warum sollte man umweltbewusst waschen?

Wer wäscht, nimmt eine gewisse Umweltbelastung in Kauf. Jedes Waschmittel enthält verschiedene Stoffe, die für unsere Umwelt schädigend sind. Diese Mittel sind entweder nicht (vollständig) biologisch abbaubar oder schädigen die Gewässerorganismen. Auch das Waschen auf hohen Temperaturen ist umweltbelastend, da die Waschmaschine das Wasser zuerst vorheizen muss, um die bestimmte Temperatur zu erreichen – das kostet Energieaufwand. Je heißer gewaschen wird, desto höher ist der Energieaufwand. Laut einer Studie der Universität Bonn (Kruschwitz, A., Augsburg, A., Stamminger, R., 2013. How Effective are Alternative Ways of Laundry Washing?, Tenside Surfactants Detergents - Journal. 2013, 263-269.) gibt es aktuell noch keine alternativen Waschverfahren, welche unser bekanntes Waschmittel ersetzen. Es gibt jedoch verschiedene Wege, um die Umwelt etwas zu schonen. Dabei tut man nicht nur der Umwelt etwas Gutes, sondern auch dem eigenen Geldbeutel.

10 Tipps für umweltbewusstes Waschen

Wäsche Waschen ist eigentlich keine besondere Tätigkeit – oft wäscht man täglich. Wir geben Ihnen Tipps, worauf Sie achten können, um auf die Umwelt und den eigenen Geldbeutel zu achten.

  • Die richtige Waschtemperatur: Häufig wird wärmer gewaschen, als es eigentlich notwendig ist. Niedrigere Waschtemperaturen produzieren deutlich weniger Strom und verbrauchen somit auch weniger CO2. Der Stromverbrauch sinkt beim Waschen um über 35 Prozent, wenn die Waschtemperatur von 60°C auf 30 oder 40°C gesenkt wird. So schonen Sie nicht nur die Umwelt, sondern auch Ihren Geldbeutel.
  • Achtung bei Waschmittel-Jumbopackungen: Oftmals werden Waschmitteln, häufig Waschpulver, in größeren Verpackungen angeboten. Diese Packungen sind sehr beliebt, da sie den Eindruck erwecken, man können Geld sparen. Die Wahrheit ist aber, dass man stattdessen oft doppelt so viel Pulver benötigt, als aus den kleinen Packungen. Die großen Verpackungen sind oft mit Füllstoffen gestreckt, die schädlich für die Gewässer sind und sogar den Beton in der Kanalisation angreifen. Daher empfiehlt das Umweltbundesamt nur Hochkonzentrate zu kaufen.
  • Besser Pulverwaschmittel als Flüssigwaschmittel: Flüssiges Waschmittel belastet die Umwelt deutlich mehr, als es Pulver tut. In flüssigem Waschmittel sind mehr Tenside enthalten. Tenside bewirken, dass zwei Stoffe, die eigentlich nicht miteinander vermischt werden können, plötzlich miteinander zu vermischen sind. Bei dem Waschvorgang sorgen sie dafür, dass Schmutz von der Kleidung gelöst wird. Die Tenside sind für die Umwelt schädigend, da sie bis zu 28 Tagen brauchen, um vollständig abgebaut zu sein.
  • Waschmaschine voll machen: Je voller die Waschmaschine ist, desto weniger Waschgänge braucht es, um den Wäscheberg zu beseitigen. Als Faustregel gilt: Die Waschmaschine so voll machen, dass oben in der Trommel eine Hand hochkant reinpasst.
  • Eco-Waschgang wählen: Durch die Nutzung des Eco-Waschgangs Ihrer Waschmaschine können Sie eine Menge Strom sparen. Zwar braucht die Maschine dann länger, doch wird die Wäsche genau so sauber wie ohne Eco-Waschgang. Drei Stunden bei 30 Grad waschen bringt eine ähnliche Waschleistung wie eine Stunde bei 60 Grad – dabei sparen Sie aber über die Hälfte an Energie!
  • Weichspüler vermeiden: Weichspüler hat keine reinigende Funktion, sondern ist lediglich für das „weich machen“ der Wäsche zuständig. Da auch in Weichspülern umweltschädigende Stoffe sind, sollte der Weichspüler nur genutzt werden, wenn es unbedingt notwendig ist.
  • Stecker ziehen: Wie bei allen elektronischen Geräten gilt auch bei Waschmaschinen: Stecker zeihen, wenn sie nicht in Gebrauch ist. Andernfalls verbraucht sie weiterhin Strom.
  • Keine Duftstoffe: In fast allen Waschmitteln sind Duftstoffe enthalten, da sie die Wäsche gut-duftend machen. Allerdings können diese Duftstoffe Allergene auslösen und sind für die Wasserorganismen schwer abbaubar und giftig.
  • Den Trockner vermeiden: Im Gegensatz zum Trockner verbraucht eine Waschmaschine wesentlich weniger Strom. Daher sollte, sofern es möglich ist, besser auf die Wäscheleine zurückgegriffen werden. Sollten Sie nicht auf einen Trockner verzichten können, achten Sie beim Kauf auf dessen Energiebedarf.
  • Waschmittel selbst herstellen: Wie auch Reinigungsmittel können Sie Waschmittel selbst herstellen. Für eine Variante für 2 Liter Flüssigwaschmittel benötigen Sie: 40 g Waschsoda, 30g fein geriebene Kernseife, ein paar Tropfen ätherische Öle und 2 Liter Wasser.

Die Waschmaschine mit Hausmitteln reinigen

Auf niedrigen Temperaturen waschen reduziert zwar den Stromverbrauch, hat aber zur Folge, dass sich Fette und Schmutz in der Waschmaschine festsetzen und nicht mehr richtig gelöst werden können. Dieser Schmutz bildet die ideale Grundlage für Bakterien und Schimmel, was die Waschmine zum stinken bringt. Neben vielen chemischen Produkten, um diesen Schmutz wieder zu entfernen, können Sie einfache Hausmittel einsetzen.

  • Zitronensäure hilft gegen Kalk und verleiht Ihrer Wäsche einen angenehmen Duft. Geben Sie einfach (alle zwei Monate) fünft bis zehn Esslöffel Zitronensäure in die leere Trommel und waschen Sie auf 40 Grad. Nach der halben Waschzeit schalten Sie auf Pause und lassen die Zitronensäure für ein bis zwei Stunden einwirken. Anschließend lassen Sie das Waschprogramm einfach zu Ende laufen.
  • Natron ist ebenfalls ein wirkungsvolles Mittel. Natron beseitigt Pilze, Kalk und Gerüche. Schütten Sie dazu einfach 50 Gramm Natron in das Fach und waschen bei mindestens 40 Grad bei leerer Trommel.
  • Tipp: Lassen Sie Waschmaschine und Waschmittelfach immer etwas offen – so kann sich kein Schimmel bilden.
Mehr zum Thema umweltbewusst Reinigen und die Herstellung von eigenen Reinigungsmitteln mit Hausmitteln finden Sie hier.

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    Ihr hättet für umweltfreundliches waschen auch den waschball oder nüsse reinpacken können benutze ball mit bisschen selbstgemachten waschmittel
    klappt super und schont